

Gedenkseite von Christian Schwarz-Schilling
Deutscher Politiker (CDU), MdL, MdB, Bundesminister
Gedenkkerzen
4 Kerzen

“Ein großer Politiker und aufrechter Vermittler. Ruhe in Frieden.”
Matthias von Halem
5. Juni 2026

“Ihr Engagement bleibt unvergessen. Ruhen Sie sanft, Herr Minister.”
Renate Müller
5. Juni 2026

“RIF”
Markus
5. Juni 2026

Emoria entzündet eine Gedenkkerze im Gedenken an Christian Schwarz-Schilling.
Emoria
6. April 2026
Kondolenzbuch
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Erinnerungen
21 Erinnerungen

Freiburg im Breisgau: Eröffnung der internationalen Akademie-Wochen mit Bundespostminister Christian Schwarz-Schilling

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Christian Schwarz-Schilling u Büdingenu, Njemačka, siječanj 2010.

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Bundesarchiv B 145 Bild-F082410-0012, Bremen, CDU-Bundesparteitag

Bundesarchiv B 145 Bild-F074268-0005, Dortmund, CDU-CSU Bundestagswahlkampf

Bundesarchiv B 145 Bild-F073619-0036, Mainz, CDU-Bundesparteitag, Schwarz-Schilling

Bundesarchiv B 145 Bild-F073619-0036, Mainz, CDU-Bundesparteitag, Schwarz-Schilling

Bundesarchiv B 145 Bild-F073619-0026, Mainz, CDU-Bundesparteitag, Schwarz-Schilling
Biografie
Christian Schwarz-Schilling (* 19. November 1930 in Innsbruck; gestorben am 6. April 2026 in Büdingen) war ein deutscher Politiker der CDU, Unternehmer und internationaler Vermittler. Er gehörte von 1976 bis 2002 dem Deutschen Bundestag an, war von 1982 bis 1992 Bundesminister für Post und Telekommunikation und amtierte 2006/07 als Hoher Repräsentant für Bosnien und Herzegowina.

Herkunft, Studium und Unternehmen
Schwarz-Schilling wuchs in Berlin in einer musikalisch geprägten Familie auf. Sein Vater Reinhard Schwarz-Schilling war Komponist, seine Mutter Dusza von Hakrid Pianistin. Die Konrad-Adenauer-Stiftung beschreibt, dass er erst spät erfuhr, wie sehr die jüdische Herkunft seiner Mutter in der NS-Zeit verborgen wurde. Nach dem Abitur studierte er Geschichte sowie ostasiatische Kultur- und Sprachwissenschaften in Berlin und München. 1956 wurde er promoviert. Danach übernahm er mit seiner späteren Frau Marie-Luise Jonen die Accumulatorenfabrik Sonnenschein in Berlin und Büdingen.
Hessen, Bundestag und CDU
1960 trat Schwarz-Schilling in die CDU ein. Er engagierte sich in Hessen, wurde Landtagsabgeordneter, Generalsekretär der hessischen CDU und später Bundestagsabgeordneter. In der Partei arbeitete er an Bildungs-, Wirtschafts- und Medienpolitik. Sein unternehmerischer Hintergrund prägte seine Sicht auf Wettbewerb, Mittelstand und technische Modernisierung. Zugleich blieb diese Nähe von Politik und Unternehmen ein Punkt öffentlicher Kritik, besonders während seiner Ministerzeit.
Post, Telekommunikation und Medienwandel
Am 4. Oktober 1982 wurde Schwarz-Schilling Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen, später Bundesminister für Post und Telekommunikation. In seine Amtszeit fielen Kabelfernsehen, Privatfernsehen, Mobilfunk, digitale Vermittlungstechnik und die ersten Schritte zur Reform der Deutschen Bundespost. Er betrieb einen Umbau von staatlichen Monopolstrukturen hin zu mehr Wettbewerb. Einige Entscheidungen, etwa die damalige Kabel- und Netzpolitik, blieben später umstritten; zugleich wurde seine Amtszeit zu einem prägenden Abschnitt der deutschen Telekommunikationsgeschichte.
Rücktritt wegen Bosnien
Am 14. Dezember 1992 trat Schwarz-Schilling aus dem Bundeskabinett zurück. Grund war sein Protest gegen die aus seiner Sicht zu zurückhaltende deutsche Reaktion auf den Krieg in Bosnien und Herzegowina. Der Schritt trennte ihn sichtbar von der Linie der Regierung Kohl. Danach setzte er sich über Jahre für Bosnien und Herzegowina ein, zunächst als internationaler Vermittler und später in weiteren politischen und zivilgesellschaftlichen Funktionen.

Bosnien und Herzegowina
Am 31. Januar 2006 trat Schwarz-Schilling das Amt des Hohen Repräsentanten für Bosnien und Herzegowina an. Er wollte die weitreichenden Eingriffsbefugnisse des Amtes zurückhaltender einsetzen und stärker auf lokale politische Verantwortung setzen. Diese Linie passte zu seiner späteren Rolle als Vermittler und Mahner, blieb aber in einem politisch fragilen Land nicht ohne Kritik. Für Bosnien und Herzegowina blieb er auch nach dem Ende seiner Amtszeit ein öffentlicher Gesprächspartner.
Abschied
Christian Schwarz-Schilling starb am 6. April 2026 im Alter von 95 Jahren im hessischen Büdingen. Der Bundestag gedachte seiner am 16. April 2026 mit einer Schweigeminute. Seine Laufbahn verband ungewöhnlich viele Felder: Unternehmertum, CDU-Politik, Medien- und Telekommunikationsreform sowie den Einsatz für Bosnien und Herzegowina.
Lebensstationen
5 EreignisseGeboren in Innsbruck
1930Christian Schwarz-Schilling wird in Innsbruck geboren.
Bundespostminister
1982Schwarz-Schilling wird Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen im Kabinett Helmut Kohl.
Rücktritt aus dem Bundeskabinett
1992Schwarz-Schilling tritt aus Protest gegen die deutsche Bosnien-Politik als Bundesminister zurück.
Amtsantritt in Bosnien und Herzegowina
2006Schwarz-Schilling übernimmt das Amt des Hohen Repräsentanten für Bosnien und Herzegowina.
Gestorben in Büdingen
2026Christian Schwarz-Schilling stirbt im Alter von 95 Jahren in Büdingen.
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Stammbaum
- Reinhard Schwarz-Schilling
- Cara Popescu
Christian Schwarz-Schilling. Für immer unvergessen.