

Gedenkseite von Christopher Reeve (geb. Christopher D'Olier Reeve)
US-amerikanischer Schauspieler, Regisseur und Autor
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Christopher Reeve on the Walk of Fame

Christopher Reeve and Margot Kidder at Superman premiere

Portrait of Christopher Reeve

Christopher Reeve at the Cable ACE Awards ceremony in Hollywood

Christopher Reeve at the opening night of The Marriage of Figaro, 1985

Christopher Reeve discusses the potential benefits of stem cell research at a neuroscience conference at MIT.

President Ronald Reagan with Christopher Reeve and Frank Gifford
Biografie
Christopher Reeve (* 25. September 1952 in New York City; gestorben am 10. Oktober 2004 in Mount Kisco, New York) war ein US-amerikanischer Schauspieler, Regisseur und Aktivist. Weltbekannt wurde er 1978 als Titelheld in Richard Donners „Superman“. Nach einem Reitunfall im Jahr 1995 war er gelähmt und auf ein Beatmungsgerät angewiesen. Von da an setzte er seine Bekanntheit dafür ein, die Rückenmarksforschung voranzubringen und dem Thema Querschnittlähmung ein Gesicht zu geben. 1999 übernahm er den Vorsitz seiner eigenen Stiftung, die heute Christopher & Dana Reeve Foundation heißt.
Kindheit und Ausbildung
Reeve wuchs in Princeton in New Jersey auf. Seine Eltern trennten sich, als er vier Jahre alt war; die Mutter zog ihn groß. Er besuchte die Nassau Street School und die Princeton Country Day School, war ein guter Schüler und spielte in Schulaufführungen. Am örtlichen McCarter Theatre übernahm er Gelegenheitsjobs, und mit 15 Jahren stand er zum ersten Mal beim Williamstown Theatre Festival auf der Bühne, dem er später als Vorstandsmitglied verbunden blieb.
Er studierte weiter: erst an der Cornell University, die er 1974 abschloss, dann an der Juilliard School in New York, wo John Houseman ihn unterrichtete. Seine erste Fernsehrolle spielte er in der Seifenoper „Love of Life“.
Broadway und erste Filme
Am 3. Februar 1976 gab Reeve im Broadhurst Theatre sein Broadway-Debüt: In „A Matter of Gravity“ spielte er den Nicky an der Seite von Katharine Hepburn; die Inszenierung kam auf 79 Vorstellungen. Zwei Jahre später war er erstmals im Kino zu sehen, als junger Offizier im U-Boot-Drama „U-Boot in Not“ (Gray Lady Down).
Superman
Mit 24 sprach er für die Hauptrolle einer großen Comic-Verfilmung vor. Er galt als unwahrscheinliche Wahl: groß, aber schmal, und für ernste Rollen ausgebildet. Er bekam die Rolle und erntete Lob dafür, einen modernen, empfindsamen Helden erfunden zu haben. Richard Donners „Superman“ wurde 1978 ein weltweiter Erfolg, mit Marlon Brando als Jor-El, Gene Hackman als Lex Luthor und Margot Kidder als Lois Lane. Drei Fortsetzungen folgten, in denen Reeve erneut den Mann aus Stahl und seinen zurückhaltenden Gegenpart Clark Kent spielte.

Gegen die Festlegung
Während die Reihe lief, suchte Reeve bodenständige Rollen in ernsteren Filmen: „Ein tödlicher Traum“ (Somewhere in Time, 1980) an der Seite von Jane Seymour, „Das Mörderspiel“ (Deathtrap, 1982) mit Michael Caine unter der Regie von Sidney Lumet und „Die Damen aus Boston“ (The Bostonians, 1984) von James Ivory. Es folgten „Glitzernder Asphalt“ (Street Smart, 1987), die Komödie „Der nackte Wahnsinn“ (Noises Off, 1992) und, wieder bei Ivory, „Was vom Tage übrig blieb“ (The Remains of the Day, 1993).
Auch auf der Bühne blieb er. Am Broadway spielte er in Lanford Wilsons „Fifth of July“ einen kriegsversehrten Vietnamveteranen; zu seinen Theaterrollen zählten außerdem „The Marriage of Figaro“, „Summer and Smoke“ und „Love Letters“.
Neben der Arbeit suchte Reeve die Bewegung im Freien. Er war Pilot und überquerte zweimal allein den Atlantik, er fuhr Ski, segelte, tauchte, spielte Tennis und paddelte allein in die Wildnis; außerdem spielte er Klavier.
Der Unfall
1985, mit 33 Jahren, begann Reeve zu reiten; ab 1989 nahm er an Turnieren teil, auch im Geländespringen. Am 27. Mai 1995 stürzte er bei einem Wettkampf im virginischen Culpeper vom Pferd und verletzte sich das Rückenmark. Er brach sich das Genick und war von da an gelähmt und auf ein Beatmungsgerät angewiesen.
Es folgten Monate mühsamer Rehabilitation, in denen er übte, immer längere Zeit ohne Beatmungsgerät zu atmen. Danach kehrte er mit einem neuen Ziel nach Hause zurück. Seine Frau Dana hatte ihm gesagt, er sei immer noch er selbst, und sie liebe ihn; diese Worte nannte er später lebensrettend.
Einsatz und Rückkehr in den Beruf
Reeve nutzte seinen Namen, um Tempo in die Forschung zu bringen und die Politik zu bewegen. Er sagte vor einem Senatsausschuss für staatlich finanzierte Stammzellforschung aus, warb dafür, den Etat der amerikanischen Gesundheitsforschungsbehörde NIH innerhalb von fünf Jahren zu verdoppeln, und unterstützte ein Gesetz des Staates New York, das jährlich bis zu 8,5 Millionen Dollar für die Rückenmarksforschung bereitstellt.

Auch seine Arbeit vor und hinter der Kamera ging weiter. Für den HBO-Dokumentarfilm „Without Pity: A Film About Abilities“ über das Leben mit Behinderung erhielt er 1997 einen Emmy. Sein Regiedebüt „In the Gloaming“ lief am 20. April 1997 auf HBO; der Film erhielt fünf Emmy-Nominierungen und sechs Cable ACE Awards, darunter für die beste Regie. 1998 erschien seine Autobiografie „Still Me“, das Hörbuch dazu brachte ihm im Februar 1999 einen Grammy ein. 2002 folgte das zweite Buch, „Nothing Is Impossible“.
Seine erste große Rolle nach dem Unfall übernahm er in einer Neufassung des Hitchcock-Stoffs „Das Fenster zum Hof“ (Rear Window), bei der er zugleich als ausführender Produzent auftrat. Dafür wurde er für einen Golden Globe nominiert und erhielt 1999 den Preis der Screen Actors Guild als bester Hauptdarsteller in einem Fernsehfilm. Im August 2004 stellte er seine letzte Regiearbeit fertig, „The Brooke Ellison Story“, die Geschichte einer Frau, die mit elf Jahren querschnittgelähmt wurde und später in Harvard ihren Abschluss machte.
Tod in Mount Kisco
Anfang Oktober 2004 wurde Reeve im Northern Westchester Hospital wegen eines Druckgeschwürs behandelt, einer häufigen Begleiterscheinung bei Lähmungen. Die Wunde hatte sich schwer entzündet und eine Blutvergiftung ausgelöst. Am Samstag erlitt er zu Hause einen Herzstillstand und fiel ins Koma; am Sonntag, dem 10. Oktober 2004, starb er im Alter von 52 Jahren. Seine Stiftung nennt als Todesursache Herzversagen.
Dana Reeve dankte der Klinik, den Pflegekräften und den Millionen Menschen, die ihren Mann über die Jahre unterstützt hätten. Sie starb im März 2006. Seither trägt die Stiftung beide Namen.
Vermächtnis
Die Christopher & Dana Reeve Foundation geht auf eine Bewegung zurück, die sich gegen das langjährige Dogma stellte, ein verletztes Rückenmark könne sich nie erholen. Seine drei Kinder Matthew, Alexandra und Will arbeiten bis heute in der Stiftung mit.

Lebensstationen
6 EreignisseGeboren in New York City
1952Christopher Reeve kommt in New York City zur Welt und wächst in Princeton, New Jersey, auf.
Broadway-Debüt neben Katharine Hepburn
1976Im Broadhurst Theatre spielt er den Nicky in „A Matter of Gravity“.
Sturz vom Pferd
1995Bei einem Reitturnier verletzt sich Reeve das Rückenmark und ist von da an gelähmt.
Regiedebüt „In the Gloaming“
1997Sein erster Film als Regisseur läuft auf HBO.
Tod mit 52 Jahren
2004Christopher Reeve stirbt in Mount Kisco im Staat New York.
Letzte Regiearbeit wird gezeigt
2004„The Brooke Ellison Story“, im August 2004 fertiggestellt, wird ausgestrahlt.
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Stammbaum
- F. D. Reeve
Christopher Reeve (geb. Christopher D'Olier Reeve). Für immer unvergessen.