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Claudia Cardinale (geb. Claude Joséphine Rose Cardinale)

Gedenkseite von Claudia Cardinale (geb. Claude Joséphine Rose Cardinale)

15. Apr. 1938 – 23. Sept. 2025(87 Jahre)Sterbeort:Nemours, Île-de-France

Italienische Schauspielerin

Gedenkkerzen

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Biografie

Auszeichnungen(9)

Komtur des Verdienstordens der Italienischen RepublikGroßoffizier des Verdienstordens der Italienischen RepublikSteiger AwardDavid di Donatello Award for Lifetime AchievementGolden Orange Best Actress AwardGoldener EhrenbärDavid di Donatello for Best ActressFlaiano-PreisNastro d’Argento/Beste Hauptdarstellerin

Partner(1)

Franco Cristaldi

Ausbildung(1)

Centro Sperimentale di Cinematografia

Claudia Cardinale (* 15. April 1938 in La Goulette bei Tunis, Tunesien; gestorben am 23. September 2025 in Nemours, Frankreich) war eine italienische Schauspielerin. Mit Rollen in Filmen von Luchino Visconti, Federico Fellini und Sergio Leone wurde sie zu einer der prägenden Gesichter des europäischen Kinos der 1960er-Jahre und galt bis zu ihrem Tod als eine der letzten großen Stars des klassischen italienischen Films.

Zwischen drei Kulturen

Cardinale wuchs als Tochter sizilianischer Einwanderer in Tunesien auf, in einer Familie mit zwei Brüdern und einer jüngeren Schwester. Zu Hause sprach sie Französisch, besuchte in Tunis ein französischsprachiges Gymnasium und beschrieb sich selbst später als „Tunesierin von Herzen, Italienerin der Herkunft nach und Französin durch ihre Erziehung". 1955 stand sie erstmals als Statistin vor der Kamera, 1957 spielte sie eine kleine Rolle neben Omar Sharif in Goha und gewann im selben Jahr den Schönheitswettbewerb „Schönste Italienerin Tunesiens" – der Hauptpreis war eine Reise zu den Filmfestspielen von Venedig.

Venedig und der Weg zum Film

Am Lido von Venedig wurde Cardinale, die sich dort im Bikini präsentierte, von Filmschaffenden für eine Schauspielerin gehalten und erhielt erste Rollenangebote. Sie lehnte zunächst ab, unterschrieb aber 1958 einen Exklusivvertrag beim Produzenten Franco Cristaldi, der sie systematisch zum Star aufbaute. Im selben Jahr, am 19. Oktober 1958, kam ihr Sohn Patrick zur Welt; über die Umstände seiner Zeugung, die sie in ihren späteren Memoiren als traumatisch beschrieb, schwieg sie öffentlich zunächst über Jahre – Patrick wurde in dieser Zeit als ihr jüngerer Bruder vorgestellt. Cristaldi adoptierte ihn später; 1966 heirateten Cardinale und Cristaldi in den USA.

Durchbruch und die großen Regisseure

Mit Bel Antonio (1960) gelang Cardinale der Durchbruch. Es folgten einige der prägendsten Rollen des europäischen Kinos: Luchino Viscontis Rocco und seine Brüder (1960) und Der Leopard (1963), Federico Fellinis Achteinhalb (1963) sowie Sergio Leones Italo-Western Spiel mir das Lied vom Tod (1968), in dem sie eine der wenigen starken weiblichen Hauptrollen des Genres spielte. Cardinale wurde damit zu einer der wenigen italienischen Schauspielerinnen, die gleichermaßen mit dem Autorenkino und dem internationalen Erfolgskino verbunden blieb.

Spätere Jahre

Ab den 1970er-Jahren konnte Cardinale nicht mehr an die kommerziellen Erfolge ihrer frühen Karriere anknüpfen, blieb aber gefragte Charakterdarstellerin, unter anderem in Werner Herzogs Fitzcarraldo (1982) und in der Fernsehproduktion Jesus von Nazareth (1977). 1975, im Jahr ihrer Scheidung von Cristaldi, begann ihre langjährige Beziehung mit dem Regisseur Pasquale Squitieri, den sie bei den Dreharbeiten zu Die Rache der Camorra kennengelernt hatte; aus der Verbindung ging 1979 ihre Tochter Claudia hervor. Squitieri starb 2017. Im März 2000 wurde Cardinale zur UNESCO-Goodwill-Botschafterin für die Rechte der Frau ernannt.

Claudia Cardinale starb am 23. September 2025 im Alter von 87 Jahren auf ihrem Anwesen Le Picardeau in Nemours, wo sie zuletzt gemeinsam mit ihren Kindern gelebt hatte. Die Trauerfeier fand am 30. September in Paris statt. Sie hinterlässt ein Werk, das mit Visconti, Fellini und Leone gleich drei der prägendsten Regie-Handschriften ihrer Zeit verbindet – und eine Filmografie, die zeigt, wie eine junge Frau aus Tunis zu einem der Gesichter des europäischen Kinos werden konnte.

Lebensstationen

3 Ereignisse

Geboren in La Goulette bei Tunis

1938

Claude Josephine Rose Cardinale wird als Tochter sizilianischer Einwanderer in Tunesien geboren.

Sohn Patrick kommt zur Welt

1958

Ueber die Umstaende seiner Zeugung, die sie spaeter als traumatisch beschrieb, sprach Cardinale erst Jahre spaeter oeffentlich.

Gestorben in Nemours

2025

Claudia Cardinale stirbt im Alter von 87 Jahren auf ihrem Anwesen Le Picardeau in Nemours, Frankreich.

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Claudia Cardinale (geb. Claude Joséphine Rose Cardinale). Für immer unvergessen.