Zum Hauptinhalt springen
Gedenkseite von James Gandolfini (geb. James J. Gandolfini Junior)
James Gandolfini (geb. James J. Gandolfini Junior)
Foto: Chairman of the Joint Chiefs of Staff
CC BY 2.0AusschnittCommons

Gedenkseite von James Gandolfini (geb. James J. Gandolfini Junior)

18. Sept. 1961 – 19. Juni 2013(51 Jahre)Sterbeort:Rom, Latium

US-amerikanischer Schauspieler

Gedenkkerzen

2 Kerzen

Emoria entzündet eine Gedenkkerze zum Geburtstag von James Gandolfini.

Emoria

18. September 2026

Emoria entzündet eine Gedenkkerze im Gedenken an James Gandolfini.

Emoria

19. Juni 2026

Kondolenzbuch

0 Einträge

Erinnerungen

10 Erinnerungen

Von Emoria geteilt

🎂 Geburtstag

Von Emoria geteilt

🕯️ Todestag

A street named after James Gandolfini in New Jersey, best known for portraying Tony Soprano on The Sopranos.

A street named after James Gandolfini in New Jersey, best known for portraying Tony Soprano on The Sopranos.

USO tour group with James Gandolfini in Kuwait, March 31, 2010

USO tour group with James Gandolfini in Kuwait, March 31, 2010

James Gandolfini during the USO tour in Kuwait City, March 31, 2010

James Gandolfini during the USO tour in Kuwait City, March 31, 2010

James Gandolfini greeting a guest in Kuwait City, March 31, 2010

James Gandolfini greeting a guest in Kuwait City, March 31, 2010

James Gandolfini at the Toronto International Film Festival, 2011

James Gandolfini at the Toronto International Film Festival, 2011

Members of the Sopranos with a U.S. Air Force member in Kuwait during a USO visit

Members of the Sopranos with a U.S. Air Force member in Kuwait during a USO visit

James Gandolfini shaking hands during the USO tour in Kuwait City, March 31, 2010

James Gandolfini shaking hands during the USO tour in Kuwait City, March 31, 2010

Actor James Gandolfini on New Orleans Mardi Gras float to reign as Bacchus XXXIX.

Actor James Gandolfini on New Orleans Mardi Gras float to reign as Bacchus XXXIX.

James Gandolfini with Army Col. Casper P. Jones III at a screening of the HBO documentary “Baghdad ER” in Washington

James Gandolfini with Army Col. Casper P. Jones III at a screening of the HBO documentary “Baghdad ER” in Washington

Tony Sirico and James Gandolfini with service members in Kuwait, March 31, 2010

Tony Sirico and James Gandolfini with service members in Kuwait, March 31, 2010

Biografie

Auszeichnungen(4)

Golden Globe AwardScreen Actors Guild AwardPrimetime Emmy Award for Outstanding Lead Actor in a Drama SeriesNew Jersey Hall of Fame

Partner(2)

Marcy WudarskiDeborah Lin

Ausbildung(2)

Rutgers UniversityPark Ridge High School

James Gandolfini (* 18. September 1961 in Westwood, New Jersey; gestorben am 19. Juni 2013 in Rom) war ein US-amerikanischer Schauspieler und Produzent. Weltbekannt wurde er als Mafiaboss Tony Soprano in der HBO-Serie „Die Sopranos“, die 1999 startete und sechs Staffeln lang lief. Für diese Rolle gewann er drei Emmys als bester Hauptdarsteller einer Dramaserie. Am Broadway wurde er 2009 für den Tony Award nominiert, und für HBO produzierte er zwei Dokumentarfilme über Kriegsveteranen, ein Thema, das ihm besonders am Herzen lag.

Porträt von James Gandolfini beim Toronto International Film Festival 2011
James Gandolfini beim Toronto International Film Festival 2011. Foto: gdcgraphics, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Kindheit in New Jersey

Gandolfinis Vater stammte aus Borgo Val di Taro in der Nähe von Parma. In New Jersey arbeitete er als Hilfsarbeiter und später als leitender Hausmeister der Paramus Catholic High School. Die Mutter Santa war in den USA geboren, aber in Neapel aufgewachsen; zurück in Amerika arbeitete sie in der Küche einer Highschool. Zu Hause sprachen die Eltern Italienisch mit ihrem Sohn.

James wuchs in Park Ridge im Bergen County auf. An der Park Ridge High School spielte er Basketball und stand in Schulaufführungen auf der Bühne; 1979 machte er dort seinen Abschluss. Als die Zusage der Rutgers University kam, saß er mit den Eltern am Küchentisch und fragte sich, wie das Studium zu bezahlen sei und ob er überhaupt hingehen wolle. Er folgte schließlich seinen beiden älteren Schwestern nach Rutgers, fühlte sich dort bald sehr wohl und schloss 1983 ein Studium der Kommunikationswissenschaft ab.

Umwege zur Bühne

Nach dem Studium zog Gandolfini nach New York und arbeitete als Barkeeper, Türsteher und Manager eines Nachtclubs. Mit 25 Jahren begleitete er einen Bekannten in einen Schauspielkurs. Er sei sofort begeistert gewesen und habe zugleich große Angst gehabt, erzählte er später; zwei Jahre lang blieb er in dem Kurs.

1992 gab er sein Broadway-Debüt in einer kleinen Rolle: In einer Neuinszenierung von „Endstation Sehnsucht“ mit Alec Baldwin und Jessica Lange spielte er Steve Hubbell. Später stand er am Broadway auch in der Bühnenfassung von „On the Waterfront“ auf der Bühne. Sein Filmdebüt gab er in Sidney Lumets Krimi „Strangers“ (1992). 1993 spielte er in Tony Scotts „True Romance“ einen brutalen Schläger. Scott nannte ihn eine einzigartige Mischung aus charmant und gefährlich, und genau diese Rolle weckte das Interesse des Autors David Chase. Es folgten Nebenrollen in Filmen wie „Crimson Tide – In tiefster Gefahr“, „Schnappt Shorty“ (1995), „Nicht schuldig“ (1996), Lumets „Nacht über Manhattan“ (1997), „Alles aus Liebe“ (1997) und „Zivilprozeß“ (1998).

Tony Soprano

James Gandolfini in Kostüm und Hut auf einem Festwagen beim Mardi Gras in New Orleans
Im Februar 2007 auf einem Festwagen beim Mardi Gras in New Orleans, wo er als „Bacchus XXXIX“ auftrat. Foto: Karen Apricot, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Als David Chase ihn für die Hauptrolle seiner HBO-Serie auswählte, war Gandolfini noch weitgehend unbekannt. Er selbst hatte damit gerechnet, dass man einen gut aussehenden Mann besetzen würde: nicht George Clooney, aber eine Art italienischen George Clooney. Tony Soprano ist ein Mafiaboss aus New Jersey, der wegen Panikattacken in Therapie geht und versucht, Geschäft und Familie unter einen Hut zu bringen. Ohne die Szenen mit der Psychiaterin Jennifer Melfi, gespielt von Lorraine Bracco, würde man sich um diesen Mann weit weniger scheren, sagte Gandolfini einmal. Bracco erinnerte sich, sie habe den besten Sparringspartner der Welt gehabt, einen Muhammad Ali. Auch seine Szenen mit Edie Falco als Ehefrau Carmela wurden für ihre Ehrlichkeit und Intensität gelobt; Falco schätzte sich glücklich, zehn Jahre lang seine enge Kollegin gewesen zu sein.

Die Rolle machte ihn berühmt. Bei den Golden Globes 2000 wurde er als bester Hauptdarsteller einer Dramaserie ausgezeichnet; im selben Jahr erhielten auch Edie Falco und Nancy Marchand einen Golden Globe für ihre Rollen in der Serie. In den drei Folgejahren war er erneut nominiert. Die Television Academy zeichnete ihn 2000, 2001 und 2003 mit dem Emmy als besten Hauptdarsteller einer Dramaserie aus; in dieser Kategorie wurde er insgesamt sechsmal nominiert. 2004 nahm ihn seine frühere Universität in die Rutgers Hall of Fame auf. 2007 endete die Serie abrupt mit einem schwarzen Bild.

Ein Anliegen: die Veteranen

Seine Bekanntheit nutzte Gandolfini, um auf das Schicksal verwundeter Soldaten aufmerksam zu machen. Nach Besuchen im Irak und im Militärkrankenhaus Walter Reed entstand 2007 der HBO-Dokumentarfilm „Alive Day Memories: Home from Iraq“, in dem im Irakkrieg verwundete Soldaten erzählen, wie sie knapp überlebten. 2008 wurde er dafür als ausführender Produzent für einen Emmy nominiert. 2010 folgte „Wartorn: 1861–2010“ über die Geschichte posttraumatischer Belastungsstörungen im Militär, erneut mit ihm als ausführendem Produzenten.

Im März 2010 besuchte er zusammen mit seinem Serienkollegen Tony Sirico auf einer Tournee der Truppenbetreuung USO in Kuwait stationierte US-Soldaten. Variety beschrieb ihn als lautstarken Fürsprecher verwundeter Kriegsveteranen, obwohl er sonst die Öffentlichkeit mied.

James Gandolfini im grauen Anzug neben einem Offizier der US-Armee bei einer Filmvorführung
Mit Oberst Casper P. Jones III, Kommandeur des 86th Combat Support Hospital, bei einer Vorführung des HBO-Dokumentarfilms „Baghdad ER“ im National Museum of American History in Washington. Foto: Steven Donald Smith (defenselink.mil), gemeinfrei (Public Domain), via Wikimedia Commons

Nach den Sopranos

Mit der Arbeit nach dem Serienende war Gandolfini zufrieden. In kleineren Produktionen fühle er sich viel wohler, sagte er im Dezember 2012 der Nachrichtenagentur AP. 2009 kehrte er an den Broadway zurück: In Yasmina Rezas Komödie „Der Gott des Gemetzels“ spielte er an der Seite von Jeff Daniels den Brooklyner Vater Michael, dem die Versuche seiner Frau, ihm die Ecken und Kanten abzuschleifen, die Luft abschnüren. Dafür wurde er als bester Hauptdarsteller für den Tony Award nominiert.

Im Kino war er unter anderem in der Politsatire „Kabinett außer Kontrolle“, in Spike Jonzes Verfilmung von Maurice Sendaks Bilderbuch „Wo die wilden Kerle wohnen“ (2009), in Kathryn Bigelows Film über die Jagd auf Osama bin Laden, „Zero Dark Thirty“, und als alternder, abgehalfterter Auftragskiller in „Killing Them Softly“ zu sehen. Für David Chase spielte er in „Not Fade Away“ den altmodischen Vater eines angehenden Rockmusikers. Im HBO-Fernsehfilm „Cinema Verite“ (2011) verkörperte er einen Pionier des Reality-Fernsehens. Über seine Firma Attaboy Films entwickelte er eigene Projekte; als ausführender Produzent der HBO-Produktion „Hemingway & Gellhorn“ wurde er 2012 erneut für einen Emmy nominiert. Der außergewöhnlich bescheidene Schauspieler beschrieb sich selbst einmal als „a 260-pound Woody Allen“, also als Woody Allen mit rund 118 Kilogramm.

Familie

Mit seiner früheren Frau Marcy hatte Gandolfini den Sohn Michael. 2008 heiratete er Deborah Lin; 2012 kam ihre Tochter Liliana zur Welt. Michael Gandolfini wurde selbst Schauspieler und spielte 2021 im Kinofilm „The Many Saints of Newark“ den jungen Tony Soprano, die Rolle, mit der sein Vater berühmt geworden war.

Tod in Rom

Im Juni 2013 machte Gandolfini Urlaub in Rom. Er war auf dem Weg zum Filmfestival im sizilianischen Taormina, wo er bei der Abschlussgala einen Preis erhalten sollte. Am Abend des 19. Juni erlitt er einen Herzstillstand. Um 22.40 Uhr wurde er in die Klinik Policlinico Umberto I gebracht; nachdem Wiederbelebungsversuche im Rettungswagen und im Krankenhaus gescheitert waren, wurde er um 23 Uhr für tot erklärt. Er war 51 Jahre alt. Die Obduktion bestätigte einen Herzinfarkt.

HBO würdigte ihn als großes Talent, vor allem aber als sanften und liebevollen Menschen, der jeden mit gleichem Respekt behandelt habe, unabhängig von Titel oder Stellung. David Chase nannte ihn ein Genie; ein großer Teil dieses Genies habe in seinen traurigen Augen gelegen. Am 27. Juni 2013 nahmen Familie, Freunde und Fans in der Cathedral Church of St. John the Divine in New York Abschied. Unter den Trauergästen waren seine Serienkollegen Edie Falco, Steve Buscemi und Michael Imperioli sowie New Jerseys Gouverneur Chris Christie.

Vermächtnis

Zwei Filme erschienen erst nach seinem Tod. In Nicole Holofceners Komödie „Genug gesagt“ an der Seite von Julia Louis-Dreyfus hatte er seine letzte Hauptrolle, eine romantische. Seine letzte Filmrolle überhaupt spielte er in Michaël R. Roskams Krimi „The Drop – Bargeld“ mit Tom Hardy: Als Cousin Marv führt er eine Bar, die seinen Namen trägt. Der Film kam im September 2014 heraus.

Straßenschild James Gandolfini Way unter dem Schild Park Ave. in Park Ridge
Das Straßenschild „James Gandolfini Way“ an der Park Avenue in seiner Heimatstadt Park Ridge, New Jersey, aufgenommen 2024. Foto: Anonymouseditor2k19, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

In seiner Heimatstadt Park Ridge heißt die Park Avenue an der Kreuzung mit der Kinderkamack Road seit Ende 2013 „James Gandolfini Way“. Zur Einweihung kamen unter anderem die Sopranos-Darsteller Steve Schirripa, Vincent Curatola, Tony Sirico, Dominic Chianese und Vincent Pastore. 2014 wurde Gandolfini in die New Jersey Hall of Fame aufgenommen; Vincent Curatola beschrieb seinen Freund dabei als bescheidenen, zurückhaltenden Mann des Volkes. Der Fernsehjournalist Alan Sepinwall urteilte über Gandolfinis Paraderolle, ohne Tony Soprano gäbe es das Fernsehen, wie man es heute kenne, nicht.

Lebensstationen

6 Ereignisse

Geboren in Westwood

1961

James Gandolfini kommt in Westwood, New Jersey, zur Welt.

Erster Emmy für Tony Soprano

2000

Die Television Academy zeichnet ihn als besten Hauptdarsteller einer Dramaserie aus.

Truppenbesuch in Kuwait

2010

Mit Tony Sirico besucht er auf einer USO-Tournee in Kuwait stationierte US-Soldaten.

Tod in Rom

2013

James Gandolfini stirbt mit 51 Jahren während einer Italienreise in Rom.

Trauerfeier in New York

2013

Familie, Freunde und Fans nehmen in der Cathedral Church of St. John the Divine Abschied.

„The Drop – Bargeld“ erscheint

2014

Sein letzter Film mit Tom Hardy kommt heraus.

Traueranzeige

Noch keine Traueranzeige

Zu dieser Gedenkseite wurde noch keine Traueranzeige hochgeladen. Wenn du Angehörige:r bist und eine hochladen möchtest, kannst du dich als Inhaber dieser Gedenkseite registrieren und sie anschließend ergänzen.

James Gandolfini (geb. James J. Gandolfini Junior). Für immer unvergessen.