

Gedenkseite von Rudolf Wladimirowitsch Plukfelder
Sowjetischer Gewichtheber
Gedenkkerzen
1 Kerze

Emoria entzündet eine Gedenkkerze im Gedenken an Rudolf Wladimirowitsch Plukfelder.
Emoria
24. April 2026
Kondolenzbuch
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Erinnerungen
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Rudolf Plyukfelder, 1964 Olympics
Biografie
Rudolf Wladimirowitsch Plukfelder (* 6. September 1928 in Novoorlovka, Ukrainische SSR; gestorben am 24. April 2026 in Zierenberg, Hessen) war ein sowjetischer Gewichtheber und Trainer. International wird sein Name häufig als Rudolf Plyukfelder geschrieben. Als Athlet gewann er 1964 in Tokio Olympiagold im Leichtschwergewicht. Als Trainer prägte er die Gewichtheberschule von Schachty und arbeitete mit mehreren Athleten, die später olympische Siege und WM-Titel erreichten.
Herkunft, Krieg und frühe Arbeit
Plukfelder wurde in einer deutschstämmigen Familie in der Ukraine geboren. Nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion wurde seine Familie nach Sibirien deportiert; sein Vater und sein älterer Bruder wurden 1941 hingerichtet. Mit 14 Jahren begann Plukfelder in den Kohlengruben bei Kisseljowsk zu arbeiten. Sport fand zunächst neben der Arbeit statt: Er betrieb Leichtathletik und Ringen und gewann 1948 und 1949 regionale Ringerwettbewerbe.
Vom Bergwerk zur Hantel
1950 wechselte Plukfelder zum Gewichtheben. In seiner Region gab es keinen spezialisierten Trainer, daher entwickelte er sich über Jahre weitgehend eigenständig. Mitte der 1950er-Jahre trat er bei sowjetischen Titelwettbewerben hervor, von 1958 bis 1963 gewann er den nationalen Titel im Leichtschwergewicht. Auf internationaler Ebene holte er WM-Titel in den Jahren 1959, 1961 und 1964 sowie EM-Titel von 1959 bis 1961.

Tokio 1964
Bei den Olympischen Spielen 1964 in Tokio startete Plukfelder für die Sowjetunion in der Klasse bis 82,5 Kilogramm. Am 16. Oktober 1964 gewann er mit 475,0 Kilogramm im olympischen Dreikampf Gold vor Géza Tóth und Győző Veres aus Ungarn. Für Plukfelder war dieser Sieg der Höhepunkt seiner aktiven Laufbahn; kurz danach beendete er seine Zeit als Athlet.
Trainer in Schachty
Nach dem Ende seiner sportlichen Laufbahn arbeitete Plukfelder als Gewichthebertrainer in Schachty im Gebiet Rostow. Dort entstand unter seiner Leitung eine Schule, aus der mehrere sowjetische Spitzenheber hervorgingen. Zu seinen Schülern gehörten unter anderem Alexei Wachonin, Wassili Alexejew, David Rigert, Nikolai Kolesnikow, Alexander Woronin und Viktor Tregubow. Russische Sportdatenbanken nennen für diese Schule sechs Olympiasieger und sieben WM-Titelträger.
Späte Jahre in Deutschland
In den frühen 1990er-Jahren zog Plukfelder mit seiner Familie nach Deutschland und lebte im Raum Kassel. Sein Name blieb im Gewichtheben mit zwei Dingen verbunden: mit dem späten Olympiasieg eines Athleten, der erst mit 22 Jahren zum Gewichtheben kam, und mit der Trainerarbeit in Schachty. Rudolf Plukfelder starb am 24. April 2026 in Zierenberg. Er wurde 97 Jahre alt.
Lebensstationen
3 EreignisseGeboren in Novoorlovka
1928Rudolf Wladimirowitsch Plukfelder wird in Novoorlovka in der damaligen Ukrainischen SSR geboren.
Olympiasieg in Tokio
1964Plukfelder gewinnt bei den Olympischen Spielen in Tokio Gold im Leichtschwergewicht bis 82,5 Kilogramm.
Tod in Zierenberg
2026Rudolf Plukfelder stirbt im Alter von 97 Jahren in Zierenberg in Hessen.
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Rudolf Wladimirowitsch Plukfelder. Für immer unvergessen.