
Gedenkseite von Steve Irwin (geb. Stephen Robert Irwin)
Australischer Dokumentarfilmer, Abenteurer und Zoodirektor
Gedenkkerzen
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Emoria entzündet eine Gedenkkerze im Gedenken an Steve Irwin.
Emoria
4. September 2026
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🕯️ Todestag

Das Steve-Irwin-Denkmal in Mooloolaba, Queensland: Steve mit Bindi und Robert, ein Krokodil in den Armen

Terri, Robert und Bindi Irwin in der Crocoseum-Arena der Australia Zoo, Juli 2009

Steve Irwin mit einem Koala im Arm

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Steve Irwin cropped

Steve Irwin

Australia Zoo, Sunshine Coast, Australia. Photo of the croc show in the Crocoseum.
Biografie
Steve Irwin (* 22. Februar 1962 in Upper Ferntree Gully, Victoria; † 4. September 2006 am Great Barrier Reef, Queensland) war ein australischer Zoodirektor, Naturschützer und Fernsehmoderator. Als „Crocodile Hunter“ machte er gemeinsam mit seiner Frau Terri einen kleinen Familien-Tierpark an der Sunshine Coast weltberühmt – und nutzte diesen Ruhm fast ausschließlich dafür, Wildtiere und ihre Lebensräume zu schützen. Krokodile hat er nie gejagt, sondern eingefangen, umgesiedelt und verteidigt. Zwanzig Jahre nach seinem Tod führen Terri, Bindi und Robert Irwin die Australia Zoo, das Tierhospital und die Naturschutzorganisation Wildlife Warriors in seinem Sinne weiter.

Kindheit zwischen Schlangen und Krokodilen
Steve Irwin kam als Sohn von Lyn und Bob Irwin in einem Vorort von Melbourne zur Welt. Seine Mutter war Hebamme und päppelte verletzte Wildtiere auf, sein Vater arbeitete als Klempner und sammelte aus Leidenschaft Reptilien. 1970 zog die Familie an die Sunshine Coast in Queensland und eröffnete in Beerwah einen kleinen Reptilienpark – zwei Acres Land mit Waranen, Tigerschlangen, Süßwasserkrokodilen und Kängurus, aus denen später die Australia Zoo werden sollte.
Der Junge wuchs buchstäblich zwischen den Gehegen auf. Zum sechsten Geburtstag bekam er eine Python geschenkt, mit neun Jahren rang er unter den Augen seines Vaters sein erstes Krokodil nieder. Als Jugendlicher und junger Mann arbeitete er ehrenamtlich für das Krokodilmanagement-Programm der Regierung von Queensland und fing mehr als hundert Tiere ein, die aus besiedelten Gebieten verschwinden mussten. Viele wurden umgesiedelt, manche fanden im Park der Familie ein neues Zuhause. Was andere als Gefahr sahen, war für ihn von Anfang an ein Lebewesen, das Schutz verdiente.
Australia Zoo und Terri
Am 4. Oktober 1991 übernahm Steve Irwin die Leitung des Parks seiner Eltern. Zwei Tage später betrat eine amerikanische Touristin das Gelände: Terri Raines aus Eugene, Oregon, die in Australien Auffangstationen für Wildtiere besuchte. Beide beschrieben die Begegnung später als Liebe auf den ersten Blick. Am 4. Juni 1992 heirateten sie in Terris Heimatstadt. Statt einer Hochzeitsreise fuhren die beiden auf Krokodilfang – und ließen sich dabei filmen. 1998 erhielt der Park seinen heutigen Namen: Australia Zoo.
Der Crocodile Hunter
Aus den Aufnahmen der Flitterwochen wurde 1996 die Fernsehserie The Crocodile Hunter. Steve Irwin sprach nicht über Tiere, er sprach mit ihnen – aufgeregt, ganz nah dran, mit weit aufgerissenen Augen und seinem Ausruf „Crikey!“. Die Serie lief in über 100 Ländern und machte ihn zu einem der bekanntesten Australier der Welt; es folgten Croc Files, The Crocodile Hunter Diaries und zahlreiche Specials. 2002 stand er in seinem einzigen Kinofilm vor der Kamera: The Crocodile Hunter: Collision Course, der am 12. Juli 2002 in den USA startete.
Auch im deutschsprachigen Raum wurde er zu einer festen Fernsehfigur. Am 4. Oktober 1999 lief Crocodile Hunter erstmals im deutschen Fernsehen, später zeigte RTL II die Serie. Bis heute läuft die Familienserie Die Irwins auf Animal Planet Deutschland – mit denselben Gehegen, denselben Khakihemden und derselben Begeisterung.
Der Beschützer

Steve Irwin verstand sich nicht als Fernsehstar, sondern als „Wildlife Warrior“. Sein Ziel formulierte er einfach: die bedrohten Arten der Welt retten – nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit ansteckender Begeisterung. Im Fernsehen sagte er, jeder einzelne Cent, den die Serie einspiele, gehe in den Naturschutz. Aus der Steve Irwin Conservation Foundation wurde die eigenständige Organisation Wildlife Warriors; dazu kamen die International Crocodile Rescue und ein Gedenkfonds für seine Mutter Lyn, die am 11. Februar 2000 bei einem Autounfall ums Leben gekommen war. Mit den Einnahmen aus Fernsehen und Zoo kaufte er große Landflächen in Australien, auf Vanuatu, auf Fidschi und in den USA, um sie dauerhaft der Natur zu überlassen.
Im Andenken an Lyn Irwin bauten Steve und Terri 2004 einen alten Avocado-Schuppen zum Tierhospital um. Aus dem Provisorium ist eines der größten Wildtierkrankenhäuser der Welt geworden: Das Australia Zoo Wildlife Hospital nimmt heute jedes Jahr zwischen 9.000 und 10.000 verletzte Tiere auf, seit 2004 waren es mehr als 136.000.
Der Forscher
Auch die Wissenschaft trägt seinen Namen weiter. Anfang der 1990er Jahre fingen Steve und sein Vater Bob beim Krokodilfang am Burdekin River eine Schildkröte, die zu keiner bekannten Art gehörte; der Herpetologe John Cann beschrieb sie 1997 als neue Art und benannte sie nach ihrem Entdecker: Elseya irwini, die Irwin-Schildkröte.
Aus dem Krokodilfänger wurde ein Forschungspartner. 2004 startete er gemeinsam mit dem Zoologen Craig Franklin von der University of Queensland das Projekt „Crocs in Space“ – die erste veröffentlichte Studie, die wilde Krokodile per Satellit verfolgte. Die Tiere wurden mit den Fangtechniken eingefangen, die Irwin selbst entwickelt hatte, mit Sendern ausgestattet und wieder freigelassen. Die Ergebnisse erschienen am 26. September 2007, ein Jahr nach seinem Tod, im Fachjournal PLOS ONE – mit Steve Irwin als Mitautor. Aus dem Projekt ist am Wenlock River im Steve Irwin Wildlife Reserve das größte Krokodil-Forschungsprogramm der Welt geworden: Ende 2024 wurden dort 296 Krokodile verfolgt, und jeden August fährt die Familie mit dem Team der Australia Zoo für einen Monat auf Forschungsreise nach Cape York.
Abschied
Am 4. September 2006 drehte Steve Irwin am Batt Reef vor Port Douglas Unterwasseraufnahmen für die Dokumentation Ocean's Deadliest. Ein Stachelrochen traf ihn mit seinem Stachel in die Brust; er starb noch vor Ort. Die Nachricht löste weltweit Bestürzung aus. Am 9. September wurde er im engsten Kreis auf dem Gelände der Australia Zoo beigesetzt. Am 30. September 2006 nahmen im Crocoseum des Zoos 5.500 Menschen an einer öffentlichen Gedenkfeier teil, die live in alle Welt übertragen wurde – seine Tochter Bindi, damals acht Jahre alt, sprach dort selbst über ihren Vater.

Vor dem Eingang des Zoos wuchs in diesen Tagen ein Meer aus Blumen, Zetteln und Khakihemden. Drei Wochen nach seinem Tod gab die Regierung von Queensland der Straße vor dem Zoo einen neuen Namen: Steve Irwin Way.
Vermächtnis
2007 widmete Australien ihm ein eigenes Schutzgebiet: das Steve Irwin Wildlife Reserve auf der Kap-York-Halbinsel, rund 130.000 Hektar unberührtes Land mit 35 verschiedenen Ökosystemen. Insgesamt schützt die Familie über Wildlife Warriors heute mehr als 180.000 Hektar in Queensland. Jedes Jahr am 15. November begeht die Australia Zoo den Steve Irwin Day – am Geburtstag eines seiner Lieblingstiere, einer Galápagos-Riesenschildkröte; die Mitarbeiter tragen an diesem Tag Khaki, und Besucher sammeln für die Wildlife Warriors. Am 15. November 2008 wurde an diesem Tag auch der Neubau des Tierhospitals eröffnet.
Die Ehrungen reichen von der Centenary Medal der australischen Regierung (2001) über die posthume Ehrenprofessur der University of Queensland (14. November 2007) und die Aufnahme in die Logie Hall of Fame (2007) bis zu den Queensland Greats (2015). Am 26. April 2018 wurde sein Stern auf dem Hollywood Walk of Fame enthüllt, zu seinem 57. Geburtstag 2019 widmete ihm Google ein Doodle. Die Meeresschutzorganisation Sea Shepherd benannte ihr Flaggschiff nach ihm; Terri Irwin sagte dazu, wenn Steve noch lebte, wäre er mit an Bord.

In Mooloolaba an der Sunshine Coast steht sein Denkmal aus weißem Stein: Steve, kniend, Bindi und Robert an seiner Seite, in ihren Armen ein Krokodil. Er selbst hatte oft gesagt, wenn man ihn für etwas kennen solle, dann dafür, ein guter Vater gewesen zu sein.
Die Familie führt sein Werk weiter

Terri Irwin führt die Australia Zoo seit 2006 weiter, gemeinsam mit den Kindern, die beide in Khaki aufgewachsen sind. Bindi Irwin moderierte schon als Kind eigene Tiersendungen und gewann am 24. November 2015 als erste Australierin die US-Tanzshow Dancing with the Stars. Robert Irwin, 2003 geboren, steht heute selbst vor der Kamera – und gewann am 25. November 2025 dieselbe Show, zehn Jahre nach seiner Schwester. Von 2018 bis 2022 begleitete die Serie Crikey! It's the Irwins die Familie im Zoo; im deutschsprachigen Fernsehen läuft sie bis heute als Die Irwins.
Der kanadische Umweltschützer David Suzuki brachte es nach Steve Irwins Tod auf den Punkt: Menschen schützen nicht, was sie fürchten oder nicht verstehen – und genau diese Tiere habe Steve Irwin ihnen verständlich gemacht. Er hat Millionen Menschen beigebracht, Krokodile, Schlangen und Spinnen mit anderen Augen zu sehen. Das ist mehr als eine Fernsehkarriere. Es ist ein Vermächtnis, das jeden Tag in Beerwah weiterlebt.
Lebensstationen
17 EreignisseGeboren in Upper Ferntree Gully
1962Steve Irwin kommt als Sohn von Lyn und Bob Irwin in einem Vorort von Melbourne zur Welt.
Übernahme der Parkleitung
1991Steve Irwin übernimmt die Leitung des Tierparks seiner Eltern an der Sunshine Coast – der späteren Australia Zoo.
Kennenlernen von Terri Raines
1991Zwei Tage nach der Übernahme besucht die Amerikanerin Terri Raines aus Eugene, Oregon, den Park.
Heirat mit Terri Raines
1992Steve und Terri heiraten in Eugene, Oregon. Statt einer Hochzeitsreise fahren sie auf Krokodilfang – die Aufnahmen werden der Anfang der Fernsehserie.
Tochter Bindi Sue kommt zur Welt
1998Das erste Kind von Steve und Terri Irwin.
Deutsche TV-Premiere von Crocodile Hunter
1999Die Serie läuft erstmals im deutschen Fernsehen; später zeigt RTL II die Abenteuer des Crocodile Hunter.
Kinostart von Collision Course
2002Steve Irwins einziger Kinofilm, The Crocodile Hunter: Collision Course, startet in den USA.
Sohn Robert Clarence kommt zur Welt
2003Das zweite Kind von Steve und Terri Irwin.
Gestorben am Great Barrier Reef
2006Bei Unterwasseraufnahmen am Batt Reef trifft ihn der Stachel eines Stachelrochens in die Brust. Steve Irwin stirbt noch vor Ort.
Beisetzung in der Australia Zoo
2006Im engsten Kreis wird Steve Irwin auf dem Gelände seines Zoos beigesetzt.
Öffentliche Gedenkfeier im Crocoseum
2006Im Crocoseum der Australia Zoo nehmen 5.500 Menschen Abschied; die Feier wird weltweit übertragen.
Krokodil-Studie mit Steve Irwin als Mitautor erscheint
2007In PLOS ONE erscheint die erste veröffentlichte Satelliten-Studie an wilden Krokodilen – ein Jahr nach seinem Tod, mit Steve Irwin als Mitautor.
Ehrenprofessur der University of Queensland
2007Die University of Queensland verleiht Steve Irwin posthum eine außerplanmäßige Professur.
Neues Australia Zoo Wildlife Hospital eröffnet
2008Am Steve Irwin Day öffnet der Neubau des Tierhospitals, das Steve und Terri im Andenken an seine Mutter Lyn gegründet hatten.
Bindi Irwin gewinnt Dancing with the Stars
2015Als erste Australierin gewinnt seine Tochter die US-Tanzshow.
Stern auf dem Hollywood Walk of Fame
2018Steve Irwins Stern wird posthum enthüllt; seine Familie ist bei der Zeremonie dabei.
Robert Irwin gewinnt Dancing with the Stars
2025Zehn Jahre nach seiner Schwester gewinnt sein Sohn dieselbe Show.
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Stammbaum
- Lyn Irwin
Steve Irwin (geb. Stephen Robert Irwin). Für immer unvergessen.
