Palm Memorial Park Cemetery
Henderson


US-amerikanischer Schauspieler
2 Kerzen

Emoria entzündet eine Gedenkkerze im Gedenken an Tony Curtis.
Emoria
29. September 2026

Emoria entzündet eine Gedenkkerze zum Geburtstag von Tony Curtis.
Emoria
2. Juni 2026
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5 Erinnerungen

🕯️ Todestag

Handabdrücke und Unterschrift von Tony Curtis, datiert 27.3.92 (Aufnahme 2023)

Tony Curtis spricht am 28. Mai 2004 am Navy Memorial in Washington zum 62. Jahrestag der Schlacht um Midway

Eva Makk erklärt Tony Curtis im Makk Studio auf Hawaii das Siebdruckverfahren

Tony Curtis und Janet Leigh bei der Premiere von „Pepe – Was kann die Welt schon kosten“, Los Angeles, 27.12.1960

Gedenktafel für Tony Curtis in der ehemaligen Synagoge von Mátészalka, 2016 von den Bürgern der Stadt angebracht
Tony Curtis (eigentlich Bernard Schwartz; * 3. Juni 1925 in New York; † 29. September 2010 in Henderson, Nevada) war ein US-amerikanischer Schauspieler, Maler und Autor. Aus dem Sohn eines ungarisch-jüdischen Schneiders wurde einer der großen Stars des Hollywood der 1950er- und 1960er-Jahre: In „Manche mögen’s heiß“ spielte er an der Seite von Jack Lemmon und Marilyn Monroe, für „Flucht in Ketten“ wurde er für den Oscar nominiert. In Deutschland blieb er zudem als Danny Wilde aus der Fernsehserie „Die 2“ unvergessen.
Bernard Schwartz wuchs als Sohn ungarischer Juden auf, die nach dem Ersten Weltkrieg in die Vereinigten Staaten gekommen waren. Sein Vater Manny hatte selbst Schauspieler werden wollen, fand mit seinem starken Akzent aber kaum Arbeit und schlug sich als Schneider durch. Die Familie zog immer wieder um, und Bernard war stets der Neue in der Straße. Er wurde verprügelt, erzählte er später, bis er beschloss, eben der verrückte Neue zu sein.
So kam er zur Schauspielerei: erst auf der Straße, dann in Aufführungen eines Nachbarschaftshauses. Und er entdeckte das Kino, wo man für elf Cent zehn Stunden lang in der ersten Reihe sitzen konnte, was er nach eigenen Worten ständig tat.
1943 meldete er sich zur US Navy und kam auf die Signalschule. Angeregt von Filmen über U-Boot-Fahrer bewarb er sich um einen Platz an der U-Boot-Schule und wurde angenommen. Als Signalman Third Class kam er dann aber statt auf ein U-Boot auf den U-Boot-Tender USS Proteus. Das Schiff war auf Guam stationiert, wo er auch half, das U-Boot USS Dragonet wieder einsatzbereit zu machen. Am 2. September 1945 verfolgte er in der Bucht von Tokio durchs Fernglas, wie an Bord der USS Missouri die Kapitulation Japans unterzeichnet wurde.

Zurück in New York nutzte er die G.I. Bill, das Förderprogramm für Kriegsheimkehrer, für eine Schauspielausbildung. Er spielte Sommertheater und trat in den Hotels der Catskills auf, bis ihm ein Agent ein Vorsprechen bei Universal vermittelte. 1948, mit 23 Jahren, unterschrieb er dort einen Vertrag über sieben Jahre.
Seinen Namen fand das Studio für einen Filmschauspieler zu jüdisch, und so wurde aus Bernard Schwartz Anthony Curtis: Der Vorname stammt aus seinem Lieblingsroman „Anthony Adverse“, der Nachname ist die englische Form eines ungarischen Familiennamens. Nach seinem achten Film hieß er Tony Curtis. Statt sich auf immer gleiche Abenteuerfilme festlegen zu lassen, kämpfte er hartnäckig um vielfältigere Rollen.
1951 heiratete er die Schauspielerin Janet Leigh, die wie er am Anfang ihrer Karriere stand. Die beiden wurden zum Glamourpaar, dem die Fanmagazine atemlos folgten. Aus der Ehe, die elf Jahre hielt, gingen die Töchter Kelly und Jamie Lee Curtis hervor, die beide ebenfalls Schauspielerinnen wurden. Janet Leigh erinnerte sich später an eine wunderbare, aufregende gemeinsame Zeit; das Schönste daran seien die beiden Töchter gewesen.

Seinen Durchbruch hatte er 1956 als waghalsiger Luftakrobat in „Trapez“ neben Burt Lancaster. Ein Jahr später spielte er in „Dein Schicksal in meiner Hand“ den gerissenen Presseagenten Sidney Falco; die Kritikerin Pauline Kael schrieb, Curtis sei in diesem Film zum Schauspieler herangewachsen. In „Flucht in Ketten“ spielte er einen weißen Häftling, der auf der Flucht an einen schwarzen, von Sidney Poitier gespielten Mitgefangenen gekettet ist. Bei der Oscarverleihung am 6. April 1959 waren beide als bester Hauptdarsteller nominiert – für Curtis blieb es die einzige Oscar-Nominierung seiner Laufbahn.
Im selben Jahr kam Billy Wilders „Manche mögen’s heiß“ in die Kinos. Als Musiker auf der Flucht vor der Mafia steckte Curtis darin über weite Strecken in Frauenkleidern und parodierte nebenbei den Tonfall von Cary Grant. Sein Filmpartner Jack Lemmon hatte wie er bei der Marine gedient. Das American Film Institute kürte die Komödie im Jahr 2000 zum lustigsten amerikanischen Film aller Zeiten. Nach „Manche mögen’s heiß“ folgten unter anderem „Spartacus“ unter der Regie von Stanley Kubrick und „Taras Bulba“; 1968 spielte er den Albert DeSalvo in „Der Frauenmörder von Boston“. Insgesamt wirkte er in mehr als 100 Filmen mit.
Auch Auszeichnungen blieben nicht aus: Zweimal, 1958 und 1961, erhielt er den Golden Globe als einer der beliebtesten Filmstars der Welt; für „Flucht in Ketten“ und „Der Frauenmörder von Boston“ war er zudem für den Golden Globe nominiert. Für seine schauspielerischen Leistungen im Jahr 1958 bekam er außerdem einen Bambi, den ihm sein „Spartacus“-Kollege Kirk Douglas in Hollywood überreichte.
In „Taras Bulba“ stand er mit der in München aufgewachsenen Schauspielerin Christine Kaufmann vor der Kamera. Am 8. Februar 1963 heirateten die beiden in Las Vegas; sie bekamen zwei Töchter, Alexandra und Allegra, und ließen sich 1968 scheiden.
In Deutschland wurde die Serie „Die 2“, die das ZDF ab dem 11. Juli 1972 zeigte, ein Sensationserfolg. Curtis spielte Danny Wilde, einen Amerikaner, der sich aus den Straßen der Bronx hochgearbeitet hatte, Roger Moore den britischen Lord Brett Sinclair. In der deutschen Fassung der Serie lieh Rainer Brandt Curtis die Stimme; er schrieb auch die Dialogbücher. Seinen frechen Stil nannte Brandt selbst „Schnodderdeutsch“, und viele sehen darin bis heute den Hauptgrund, warum „Die 2“ in Deutschland so erfolgreich war.
Ende der 1960er-Jahre wurden die Rollen kleiner, die Angebote seltener, und Curtis geriet in eine Abhängigkeit von Alkohol und Drogen. In den 1980er-Jahren begab er sich im Betty Ford Center in Behandlung und kehrte als Charakterdarsteller zu Film und Fernsehen zurück.

Daneben widmete er sich einem zweiten Ausdrucksmittel: der Malerei. Er malte in erstaunlichem Tempo Stillleben, die an Matisse erinnerten; seine farbenfrohen Bilder erzielten bis zu 20.000 Dollar. Das Malen, sagte er, habe ihm große Freude geschenkt und ihm geholfen, gesund zu werden. Er schrieb auch Gedichte und Bücher, darunter eine Autobiografie (1993), die Memoiren „American Prince“ (2008) und ein Buch über die Dreharbeiten zu „Manche mögen’s heiß“ und seine Erinnerungen an Marilyn Monroe (2009).
Sein Vater stammte aus Mátészalka in Ungarn, seine Mutter Ilona Klein aus Nagymihály oder, nach anderen Angaben, aus Válykó; von Mátészalka aus war die Familie nach New York ausgewandert. Auf seine jüdisch-ungarischen Wurzeln war Tony Curtis stolz. 1985 reiste er zum ersten Mal nach Ungarn, 1988 erneut, 1996 folgte er einer Einladung der ungarischen Regierung. Mehrmals besuchte er Mátészalka, und er gründete eine Stiftung, die die Restaurierung der Synagoge in der Budapester Dohány-Straße unterstützte. 2016 brachten die Bürger von Mátészalka in der ehemaligen Synagoge der Stadt eine Gedenktafel an, die an seine Besuche erinnert.

Mit 60 sagte er, er sei noch nicht so weit, sich wie ein älterer jüdischer Herr auf eine Bank zu setzen und auf einen Stock zu stützen – er habe noch verdammt viel vor. 2002 ging er mit einer Musicalfassung von „Manche mögen’s heiß“ auf Tournee, diesmal in der Rolle des Millionärs Osgood Fielding III. Am 28. Mai 2004 sprach er, selbst Veteran der Marine, am Navy Memorial in Washington zum 62. Jahrestag der Schlacht um Midway.
1998 heiratete er Jill Vandenberg, die einen gemeinnützigen Gnadenhof für misshandelte und vernachlässigte Pferde betreibt. Die beiden lebten in Nevada, wo er weiter malte und noch Schauspielrollen annahm.
Seine Tochter Jamie Lee Curtis sagte nach seinem Tod, ihr Vater hinterlasse ein Vermächtnis großer Leistungen – in seinen Filmen ebenso wie in seinen Gemälden und Assemblagen – und Fans auf der ganzen Welt.
Tony Curtis starb am 29. September 2010 im Alter von 85 Jahren in seinem Haus in Henderson bei Las Vegas. Seine Frau Jill sagte, er habe nie etwas anderes sein wollen als ein Filmstar – schon seit er ein kleiner Junge war.
Bernard Schwartz kommt als Sohn ungarisch-jüdischer Einwanderer in New York zur Welt.
Als Signalman der US Navy verfolgt er durchs Fernglas die Unterzeichnung an Bord der USS Missouri.
Bei der Verleihung ist er als bester Hauptdarsteller nominiert, ebenso wie sein Filmpartner Sidney Poitier.
Die Hochzeit mit der in München aufgewachsenen Schauspielerin findet in Las Vegas statt.
Er spielt Danny Wilde an der Seite von Roger Moore als Lord Brett Sinclair.
Zum 62. Jahrestag der Schlacht um Midway spricht der Marineveteran in Washington.
Tony Curtis stirbt im Alter von 85 Jahren in seinem Haus in Nevada.
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Henderson
Tony Curtis (geb. Bernard Schwartz). Für immer unvergessen.