

Gedenkseite von Uwe Laysiepen
Deutscher Performancekünstler, Zusammenarbeit mit Marina Abramović
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Biografie
Uwe Laysiepen (* 30. November 1943 in Solingen; gestorben am 2. März 2020 in Ljubljana), bekannt als Ulay, war ein deutscher Künstler. Er arbeitete mit Fotografie, Polaroid, Performance und Body Art. Sein Werk kreist um Identität, Körper, Rollenbilder, gesellschaftliche Zugehörigkeit und die Frage, wie ein Bild entsteht, wenn die Handlung selbst Teil der Aufnahme wird.
Solingen, Amsterdam und Polaroid
Ulay verließ Deutschland Ende der 1960er-Jahre und ging nach Amsterdam. Dort fand er eine offene Kunstszene und begann intensiv mit Polaroid-Fotografie zu arbeiten. Der schnelle, direkte Charakter des Mediums passte zu seiner Suche nach einem Bild, in dem Dokumentation und Ereignis ineinandergreifen. In seinen frühen Auto-Polaroids untersuchte er das eigene Erscheinungsbild, wechselnde Identitäten und die Übergänge zwischen männlich, weiblich, privat und öffentlich.
Fotografie als Handlung
Für Ulay war Fotografie Handlung, Prozess und leibliche Erfahrung. Er arbeitete mit Veränderung, Selbstinszenierung, Verfremdung und dem Moment, in dem ein Bild unwiderruflich entsteht. Dadurch rückten Kamera, Körper, Publikum und Situation eng zusammen. Die Polaroids wurden zu Spuren einer Aktion und zugleich zu eigenständigen Arbeiten.
Arbeit mit Marina Abramović
Von 1976 bis 1988 arbeitete Ulay eng mit Marina Abramović zusammen. Ihre gemeinsamen Relation Works untersuchten Vertrauen, Abhängigkeit, Nähe, Dauer und Verletzlichkeit. Arbeiten wie Rest Energy oder Nightsea Crossing verbanden strenge Versuchsanordnungen mit unmittelbarer Präsenz. 1988 beendeten sie ihre Zusammenarbeit mit The Lovers: The Great Wall Walk, bei dem beide von entgegengesetzten Enden der Chinesischen Mauer aufeinander zugingen.
Solowerk und spätere Themen
Nach der Zusammenarbeit mit Abramović führte Ulay seine eigene Arbeit weiter. Er beschäftigte sich mit sozialer Ausgrenzung, Nationalismus, Wasser, Umweltfragen und der Rolle von Kunst als öffentlicher Handlung. Projekte wie Can't Beat the Feeling - Long Playing Record, Berlin Afterimages und spätere Wasser-Arbeiten verbinden Körperarbeit mit gesellschaftlichen Räumen und Ressourcen.
Retrospektiven und Tod
Ulay lebte und arbeitete unter anderem in Amsterdam und Ljubljana. Werke von ihm befinden sich in Sammlungen wie dem Stedelijk Museum Amsterdam, dem Centre Pompidou, Tate, SFMOMA und MoMA. Das Stedelijk Museum bereitete mit ihm eine große Retrospektive vor, als er 2020 starb. Ulay starb am 2. März 2020 in Ljubljana. Er wurde 76 Jahre alt.
Lebensstationen
2 EreignisseGeboren in Solingen
1943Frank Uwe Laysiepen, später bekannt als Ulay, wird in Solingen geboren.
Tod in Ljubljana
2020Ulay stirbt im Alter von 76 Jahren in Ljubljana.
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Uwe Laysiepen. Für immer unvergessen.