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Gedenkseite von Elisabeth von Österreich-Ungarn
Elisabeth von Österreich-Ungarn

Gedenkseite von Elisabeth von Österreich-Ungarn

24. Dez. 1837 – 10. Sept. 1898(60 Jahre)Sterbeort:Genf, Genf

Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn

Gedenkkerzen

Kondolenzbuch

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Erinnerungen

11 Erinnerungen

Archduke Franz Karl of Austria (1802-1878) and his family

Archduke Franz Karl of Austria (1802-1878) and his family

Ida Ferenczy (3. von rechts) neben Kaiserin Elisabeth bei einer Bergtour

Ida Ferenczy (3. von rechts) neben Kaiserin Elisabeth bei einer Bergtour

Hélène (à gauche) et sa soeur Sissi.

Hélène (à gauche) et sa soeur Sissi.

Elisabeth, Kaiserin von Österreich

Elisabeth, Kaiserin von Österreich

Portrait of Empress Elisabeth of Austria (1837-1898)

Portrait of Empress Elisabeth of Austria (1837-1898)

Photograph of the empress Elisabeth (1837-1898)

Photograph of the empress Elisabeth (1837-1898)

Old portrait of Empress Elisabeth of Austria with her favourite dog Shadow

Old portrait of Empress Elisabeth of Austria with her favourite dog Shadow

KaiserinElisabeth vonOesterreich(Naturaufnahme)

KaiserinElisabeth vonOesterreich(Naturaufnahme)

Photograph of Empress Elisabeth of Austria (1837–1898), the day of her coronation as Queen of Hungary.

Photograph of Empress Elisabeth of Austria (1837–1898), the day of her coronation as Queen of Hungary.

Portrait of Empress Elisabeth of Austria (1837-1898)

Portrait of Empress Elisabeth of Austria (1837-1898)

Empress Elisabeth of Austria in Hungarian Coronation Dress

Empress Elisabeth of Austria in Hungarian Coronation Dress

Biografie

Nationalität

Kaisertum Österreich

Todesursache

Erstechen

Beruf(2)

MonarchHöfling

Partner(1)

Franz Joseph I.

Elisabeth von Österreich, geborene Herzogin in Bayern (* 24. Dezember 1837 in München; gestorben am 10. September 1898 in Genf), war als Ehefrau Kaiser Franz Josephs I. 44 Jahre lang Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn. Im Familienkreis „Sisi" genannt, wurde sie zu einer der bekanntesten Frauengestalten der europäischen Geschichte des 19. Jahrhunderts – nicht durch politische Macht, sondern durch eine Mischung aus Schönheitskult, Reiselust, Melancholie und einem gewaltsamen Tod, der sie endgültig zur Legende machte.

Elisabeth von Österreich in einem prunkvollen Kleid mit Schleppe und Diadem, im Profil
Elisabeth von Österreich, fotografiert von Emil Rabending. Public domain, via Wikimedia Commons

Kindheit in Bayern

Elisabeth wuchs unbeschwert in München und am Starnberger See auf, wo ihre Familie seit 1834 Schloss Possenhofen besaß. Als Tochter des Herzogs Max Joseph in Bayern führte sie ein für eine Adelige ungewöhnlich freies Leben mit viel Zeit im Freien, fernab der strengen Etikette der großen Höfe. Der Überlieferung nach war es ursprünglich ihre ältere Schwester Helene, die 1853 in Bad Ischl mit Kaiser Franz Joseph verkuppelt werden sollte; der Kaiser verliebte sich jedoch in die fünfzehnjährige Elisabeth.

Die junge Elisabeth mit ihrer älteren Schwester Helene
Elisabeth (links) mit ihrer Schwester Helene, in den Jahren vor ihrer Verlobung mit Kaiser Franz Joseph. Public domain, via Wikimedia Commons

Kaiserin wider Willen

Am 24. April 1854 heirateten Elisabeth und Franz Joseph in der Wiener Augustinerkirche. Die junge Kaiserin fand sich rasch in einem Hofleben wieder, das ihr fremd blieb: Ihre Schwiegermutter, Erzherzogin Sophie, bestimmte über Erziehung und Betreuung der Kinder und ließ Elisabeth kaum eigenen Einfluss auf deren Aufwachsen. Zwischen 1855 und 1868 kamen vier Kinder zur Welt – Sophie, Gisela, Kronprinz Rudolf und, erst spät geboren, Marie Valerie, das „ungarische Kind", um das sich Elisabeth intensiver kümmerte als um ihre älteren Kinder. Die erste Tochter Sophie starb bereits 1857 im Alter von zwei Jahren während einer Ungarnreise, vermutlich an Typhus.

Elisabeth als junge Kaiserin in einem dunklen Kleid, um 1862
Elisabeth als junge Kaiserin, um 1862. Foto: Ludwig Angerer, Public domain, via Wikimedia Commons

Königin von Ungarn

Anders als am Wiener Hof fand Elisabeth in Ungarn Zuneigung und politischen Rückhalt. Sie setzte sich energisch für den österreichisch-ungarischen Ausgleich ein und stand dabei dem ungarischen Grafen Gyula Andrássy nahe, der zu einem ihrer engsten Vertrauten wurde. Am 8. Juni 1867 wurden Franz Joseph und Elisabeth in der Matthiaskirche in Ofen als König und Königin von Ungarn gekrönt; das Paar erhielt daraufhin Schloss Gödöllő, das Elisabeth zeitlebens liebte und in dem sie sich freier bewegen konnte als in Wien.

Schönheit, Bewegung und Rückzug

Von den Zwängen des Hofzeremoniells entzog sich Elisabeth zunehmend über ihren Körper und über das Reisen. Bei 172 Zentimetern Körpergröße hielt sie ihr Gewicht durch strenge Diäten bei rund 50 Kilogramm; das Waschen ihres knöchellangen Haars nahm einen ganzen Tag in Anspruch. Sie ritt, turnte und unternahm mehrstündige Wanderungen, oft weit über das hinaus, was ihrer Umgebung zumutbar erschien. Ab 1860 reiste sie ausgedehnt – nach Madeira, Korfu, Kleinasien und Nordafrika – häufig unter dem Pseudonym „Gräfin von Hohenembs", um dem öffentlichen Leben zu entkommen. Auf Korfu ließ sie sich später das Achilleion errichten, benannt nach dem homerischen Helden Achilles, dessen Weltflucht sie bewunderte.

Elisabeth in einem späteren Porträt mit Pelzkragen
Elisabeth von Österreich in einem späteren Porträt. Foto: Carl Pietzner, nach einer Vorlage von Ludwig Angerer, Public domain, via Wikimedia Commons

Die Jahre der Verluste

Innerhalb weniger Jahre traf eine Reihe schwerer Verluste die alternde Kaiserin. Am 30. Januar 1889 wurde ihr einziger Sohn, Kronprinz Rudolf, gemeinsam mit seiner Geliebten Mary Vetsera tot im Jagdschloss Mayerling aufgefunden. Elisabeth erholte sich von diesem Schlag nie vollständig und trug von da an fast ausschließlich Schwarz. In den folgenden Jahren starben zudem ihr Vater, ihre Schwester Helene und ihre Mutter. Sie zog sich weiter zurück und verbrachte ihre letzten Lebensjahre überwiegend auf Reisen und in Kurorten.

Die Ermordung in Genf

Am 10. September 1898 verließ Elisabeth ihr Genfer Hotel, um mit dem Raddampfer nach Caux überzusetzen. Auf der Seepromenade am Quai du Mont-Blanc stürzte sich der italienische Anarchist Luigi Lucheni auf sie und stieß ihr eine spitz geschliffene Feile ins Herz. Der Stich war so klein, dass Elisabeth ihn zunächst nicht bemerkte; sie glaubte, geschlagen worden zu sein, bedankte sich bei den herbeigeeilten Passanten und ging an Bord des Schiffes. Erst kurz nach dem Ablegen brach sie zusammen. Auf die Frage ihrer Hofdame, ob sie Schmerzen habe, soll Elisabeth mit „Nein" geantwortet haben. Sie starb noch am selben Nachmittag an Bord, im Alter von 60 Jahren. Lucheni hatte ursprünglich vorgehabt, einen anderen Adeligen zu ermorden, und sein Ziel erst gewechselt, als dieser nicht wie erwartet in Genf eintraf.

Am 17. September 1898 wurde Elisabeth in der Wiener Kapuzinergruft beigesetzt, neben Franz Joseph und Kronprinz Rudolf. Ihr Wunsch, am Meer bestattet zu werden, blieb unerfüllt. Bis heute gehört sie zu den meistabgebildeten und meistbeschriebenen Frauen der europäischen Geschichte – eine Figur, in der sich der Glanz eines Kaiserreichs mit der Erschöpfung einer Frau verbindet, die sich zeitlebens gegen die Rolle sträubte, in die sie mit sechzehn Jahren gedrängt worden war.

Lebensstationen

6 Ereignisse

Geboren in München

1837

Elisabeth Amalie Eugenie wird als Tochter des Herzogs Max Joseph in Bayern und der Prinzessin Ludovika geboren.

Heirat mit Kaiser Franz Joseph

1854

Die Hochzeit findet in der Wiener Augustinerkirche statt. Elisabeth ist sechzehn Jahre alt.

Krönung zur Königin von Ungarn

1867

In der Matthiaskirche in Ofen werden Franz Joseph und Elisabeth als König und Königin von Ungarn gekrönt.

Kronprinz Rudolf stirbt in Mayerling

1889

Elisabeths einziger Sohn wird gemeinsam mit Mary Vetsera tot im Jagdschloss Mayerling aufgefunden. Elisabeth traegt fortan fast ausschliesslich Schwarz.

Gestorben in Genf

1898

Elisabeth wird auf der Seepromenade von Genf von dem Anarchisten Luigi Lucheni mit einer Feile toedlich verletzt.

Beisetzung in der Kapuzinergruft

1898

Elisabeth wird in Wien neben Franz Joseph und Kronprinz Rudolf beigesetzt.

Todesanzeige

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Stammbaum

  • Franz Joseph I.
  • Max Joseph in Bayern
  • Ludovika Wilhelmine von Bayern
  • Sophie Friederike von Österreich
  • Rudolf von Österreich-Ungarn
  • Marie Valerie von Österreich
  • Marie in Bayern
  • Carl Theodor in Bayern
  • Helene in Bayern
  • Herzogin Mathilde Ludovika, Grafin zu Trani
  • Sophie in Bayern
  • Max Emanuel in Bayern
  • Ludwig in Bayern
  • Wilhelm Karl Herzog in Bayern
  • Maximilian Herzog in Bayern

Ruhestätte

Kapuzinergruft

Wien, Innere Stadt

Zum Friedhof

Elisabeth von Österreich-Ungarn. Für immer unvergessen.